Was ist Magnesiumbisglycinat?

Magnesiumbisglycinat ist eine Magnesiumform, bei der Magnesium an Glycinat gebunden ist. Glycinat leitet sich von der Aminosäure Glycin ab. Dieselbe Verbindung wird auch als Magnesiumglycinat oder Magnesiumdiglycinat bezeichnet.

Die Magnesiumverbindung ist beim Vergleich von Nahrungsergänzungsmitteln eine wichtige Information, aber sie ist nur ein Teil des Gesamtbildes. Ebenso relevant sind die Menge an elementarem Magnesium pro Tagesportion, die übrige Rezeptur und die Anwendung.

Was bedeutet „Bisglycinat“?

Der Name beschreibt die chemische Form des Magnesiums. Bei Magnesiumbisglycinat ist Magnesium mit zwei Glycinat-Einheiten verbunden.

Der Begriff sagt also etwas über die Verbindung aus, nicht darüber, wie viel Magnesium eine Kapsel oder Tagesportion tatsächlich liefert.

Sind Magnesiumglycinat und Magnesiumbisglycinat dasselbe?

Die Begriffe Magnesiumglycinat, Magnesiumbisglycinat und Magnesiumdiglycinat werden für dieselbe Magnesium-Glycin-Verbindung verwendet. PubChem führt diese Bezeichnungen bei derselben Substanz mit der Summenformel C₄H₈MgN₂O₄.

Unterschiedliche Bezeichnungen auf zwei Etiketten bedeuten deshalb nicht automatisch, dass unterschiedliche Magnesiumformen eingesetzt werden.

Was ist ein Magnesiumchelat?

Magnesiumbisglycinat wird üblicherweise als chelatierte Magnesiumform beschrieben. Vereinfacht gesagt ist das Magnesiumion dabei an organische Moleküle gebunden — hier an Glycinat.

Im Supplement-Marketing wird „Chelat“ teilweise so verwendet, als sei damit automatisch eine überlegene Wirkung belegt. Chemisch beschreibt der Begriff jedoch in erster Linie die Art der Bindung.

Für die Beurteilung eines fertigen Produkts sollten deshalb auch die Menge an elementarem Magnesium, die Dosierung und die gesamte Rezeptur berücksichtigt werden.

Was bedeutet elementares Magnesium?

Beim Vergleich von Magnesiumpräparaten ist dieser Begriff besonders wichtig.

Das Gewicht einer Magnesiumverbindung entspricht nicht der darin enthaltenen Magnesiummenge. Ein Teil des Gewichts von Magnesiumbisglycinat entfällt auf Glycinat.

Elementares Magnesium bezeichnet das Magnesium selbst.

Auch das NIH unterscheidet klar zwischen der Verbindung und dem darin enthaltenen Magnesium: Auf Supplement-Etiketten wird die Menge an elementarem Magnesium angegeben, nicht das Gesamtgewicht der Magnesiumverbindung.

Eine hohe Milligrammzahl bei einer Rohstoffbezeichnung sagt daher nicht automatisch, wie viel Magnesium tatsächlich geliefert wird. Aussagekräftiger ist die Menge an elementarem Magnesium pro empfohlener Tagesportion.

Welche Funktionen hat Magnesium im Körper?

Magnesium erfüllt mehrere anerkannte Funktionen. In der Europäischen Union sind unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem Aussagen zulässig, dass Magnesium zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen Funktion des Nervensystems, einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen psychischen Funktion, einer normalen Eiweißsynthese und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.

Diese Aussagen beziehen sich auf Magnesium als Nährstoff. Sie belegen nicht, dass Magnesiumbisglycinat diese Funktionen besser unterstützt als Magnesiumcitrat oder eine andere Magnesiumverbindung.

Wie wird Magnesiumbisglycinat aufgenommen?

Die Aufnahme kann sich zwischen verschiedenen Magnesiumverbindungen unterscheiden. Nach Angaben des NIH werden gut lösliche Formen tendenziell vollständiger aufgenommen als schlechter lösliche. In kleinen Studien zeigten unter anderem Citrat, Aspartat, Lactat und Chlorid eine höhere Bioverfügbarkeit als Magnesiumoxid und Magnesiumsulfat.

Auch Magnesiumbisglycinat wurde in Humanstudien untersucht. Die vorhandenen Daten reichen jedoch nicht aus, um Bisglycinat allgemein als die am besten aufnehmbare Magnesiumform einzuordnen.

Neben der Verbindung können Dosierung, Formulierung und individuelle Faktoren eine Rolle spielen.

Einen direkten Vergleich findest du in unserem Artikel Magnesiumbisglycinat oder Magnesiumcitrat: Was ist der Unterschied?

Wie unterscheidet sich Magnesiumbisglycinat von anderen Magnesiumformen?

Magnesium kann in Nahrungsergänzungsmitteln an unterschiedliche Stoffe gebunden sein. Bei Bisglycinat ist es Glycinat, bei Magnesiumcitrat Citrat. Magnesiumoxid ist dagegen eine anorganische Magnesiumverbindung.

Diese Unterschiede können Eigenschaften wie Löslichkeit beeinflussen und spielen deshalb auch in Untersuchungen zur Aufnahme eine Rolle.

Trotzdem lässt sich daraus keine belastbare Rangliste ableiten, die eine einzelne Form grundsätzlich zur besten Wahl erklärt.

Worauf sollte man bei einem Magnesiumpräparat achten?

Ein sinnvoller Vergleich geht über die Bezeichnung auf der Vorderseite hinaus. Relevant sind die Magnesiumverbindung, die Menge an elementarem Magnesium pro Tagesportion, die Verzehrempfehlung und die vollständige Zutatenliste.

Wenn weitere Nährstoffe enthalten sind, sollte auch deren Rolle in der Rezeptur nachvollziehbar sein.

Das entspricht dem Primal-Wolf-Grundsatz, dass eine Formel erklärbar sein sollte: was enthalten ist, warum es enthalten ist und was sich dazu tatsächlich belegen lässt.

Magnesiumbisglycinat in der Primal Wolf Formel

Primal Wolf Magnesium kombiniert Magnesiumbisglycinat mit Vitamin B6. Die Magnesiumform betrachten wir als Teil der gesamten Rezeptur und nicht als isoliertes Überlegenheitsversprechen. Die aktuellen Mengen, die Tagesportion und die Anwendungshinweise findest du auf der Produktseite von Primal Wolf Magnesium.

Häufige Fragen

Sind Magnesiumglycinat und Magnesiumbisglycinat dasselbe?

Die Bezeichnungen werden für dieselbe Magnesium-Glycin-Verbindung verwendet. Magnesiumdiglycinat ist eine weitere Bezeichnung, die dir begegnen kann.

Was bedeutet elementares Magnesium?

Elementares Magnesium ist die Menge an Magnesium selbst, die eine Magnesiumverbindung liefert. Das Gesamtgewicht von Magnesiumbisglycinat entspricht daher nicht der tatsächlich enthaltenen Magnesiummenge.

Ist Magnesiumbisglycinat dasselbe wie Magnesiumcitrat?

Nein. Beide liefern Magnesium, sind aber unterschiedliche Verbindungen. Bei Bisglycinat ist Magnesium mit Glycinat verbunden, bei Citrat mit Citrat.

Wird Magnesiumbisglycinat besser aufgenommen?

Die Aufnahme kann sich zwischen Magnesiumformen unterscheiden. Die vorhandenen Daten belegen jedoch nicht, dass Magnesiumbisglycinat unter allen Bedingungen die am besten aufnehmbare Form ist.

Welche Magnesiumform ist die beste?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Neben der Form sind die Menge an elementarem Magnesium, Dosierung, Gesamtformulierung und individuelle Verträglichkeit relevant.

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